Verkäufliche Baudenkmäler
Manchmal müssen sich Denkmaleigentümer:innen von ihren Baudenkmälern trennen. Hier finden Sie eine Auswahl von Bauten in Westfalen-Lippe, die neue Besitzer suchen.
Sie haben Interesse ein Denkmal einzustellen? Schreiben Sie uns unter dlbw@lwl.org.
Einzigartige Villa im Bergischen Barockstil in Toplage
Willkommen in dieser einzigartigen Villa im Bergischen Barockstil aus dem Jahr 1925, die durch die erhaltenen Altbauelemente ihren historischen Charm bewahrt hat. Die unter Denkmalschutz stehende Immobilie liegt in einer der beliebtesten Wohngegenden der Stadt und bietet durch den Vorgarten und die große Grünfläche hinter dem Haus eine liebevolle Gartenidylle. Das Objekt überzeugt durch eine harmonische Raumstrukturierung und helle Wohnbereiche und bietet eine gelungene Verbindung von praktischer Nutzbarkeit und gestalterischem Anspruch.
Beschreibung: Mit ca. 179 m2 Wohnfläche auf drei Etagen eröffnet das Haus vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Beim Betreten des Hauses empfängt Sie ein Windfang mit praktischer Garderobe, der zur großzügigen Diele im Erdgeschoss führt. Der helle, einladende Treppenbereich schafft eine angenehme Atmosphäre.
Vom Wohnzimmer aus gelangen Sie in den lichtdurchfluteten Wintergarten, der einen wunderschönen Blick ins Grüne eröffnet. Über den angrenzenden Balkon und eine Außentreppe erreichen Sie direkt den liebevoll angelegten Garten. Auf dieser Etage befindet sich außerdem ein geräumiges Schlafzimmer mit großem Fenster mit Blick ins Grüne sowie ein komfortables Badezimmer.
Direkt angrenzend befinden sich praktische Nebenräume wie der Heizungsraum, eine Waschküche sowie mehrere Kellerräume, die viel Stauraum bieten. Auch von der Küche aus gelangen Sie direkt in den Garten, was insbesondere in den warmen Monaten für hohen Wohnkomfort sorgt.
Das Obergeschoss verfügt über drei vielseitig nutzbare Zimmer, die sich ideal als Schlafzimmer, Homeoffice oder Gästezimmer eignen. Eines der Zimmer bietet Zugang zu einem großzügigen Balkon mit traumhaftem Blick über den Garten und die umliegende Landschaft – perfekt, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.
Ein kleines Abstellzimmer sowie ein geräumiges Tageslichtbadezimmer mit Badewanne ergänzen diese Etage.
Der bauliche Zustand ist insgesamt gut. Lediglich das Schieferdach weist Sanierungsbedarf auf, der bei der Kaufpreisgestaltung bereits berücksichtigt wurde. Dieses charmante Zuhause begeistert mit seinem besonderen Architektur-Flair, einer tollen Lage und viel Platz. Lassen Sie sich vor Ort vom Flair dieser einzigartigen Immobilie inspirieren!
Lage
Eingebettet zwischen Ruhrgebiet und Sauerland präsentiert sich Hagen als vielseitige Großstadt mit grünem Herzen. Das Haus liegt im Hochschulviertel, ein Stadtteil mit hoher Wohnqualität und sehr guter Infrastruktur. In der Nachbarschaft befinden sich überwiegend gepflegte Wohnhäuser und kleinere Mehrfamilienhäuser. Kindergärten, Sport, Kulturangebote und Freizeitmöglichkeiten liegen in der unmittelbaren Umgebung. Zahlreiche Schulen sind zu Fuß erreichbar. Die Anbindung des Standorts ist ebenfalls hervorragend. Die nächste Bus Haltestelle ist nur wenige Gehminuten entfernt und auch die Autobahnauffahrt erreichen Sie in kürzester Zeit. Der Hauptbahnhof Hagen liegt nur ca. 10 Minuten mit dem Auto oder Bus entfernt.
Fachwerkbauernhaus
Der Hof Hummelsiepen: Ein historischer Wohnsitz an der Stadtgrenze zwischen Hagen und Ennepetal
Der Hof Hummelsiepen ist ein historischer Wohnsitz im malerischen Tal der Ennepe. Er wurde erstmals im Jahr 1486 im Schatzbuch der Grafschaft Mark dokumentiert und hat seither eine bemerkenswerte architektonische Entwicklung durchlaufen.
Architektur des Haupthauses
Das Haupthaus des Hofes ist ein eindrucksvoller zweigeschossiger Fachwerk-Rechteckbau mit einem Satteldach. Es ist in Nord-Süd-Richtung in das sanft abfallende Gelände integriert.
Sockel und Fassade
- Steinsockel: Auf der südlichen Schmalseite tritt der Steinsockel deutlich hervor und ist mit Quadermauerwerk aus Sandstein verkleidet.
- Langseiten: Diese Seiten des Hauses sind mit einem verputzten Sockel versehen.
- Verschieferung: Die Fassade präsentiert sich mit einer Verschieferung, die aus unterschiedlichen Lagen und Flächenfeldern besteht. Dies verleiht dem Bauwerk eine besondere Ästhetik.
Dach und Fenster
Das Dach ist mit Ziegeln eingedeckt, die in jüngerer Zeit erneuert wurden. Die Fenster und Türen sind stilistisch an das Fachwerkhaus in Hagen-Haspe angelehnt und bieten eine harmonische Gesamtansicht.
Wirtschafts- und Werkstattgebäude
Das angrenzende Wirtschafts- und Werkstattgebäude stammt aus der Zeit um 1850. Es ist ebenfalls ein zweigeschossiger Rechteckbau mit Satteldach, im Gegensatz zum Haupthaus jedoch in Ost-West-Richtung orientiert.
Bauweise und Materialien
- Sockel: Ein hoher Sockel aus unregelmäßigem Quadermauerwerk gleicht das fallende Gelände aus.
- Mauerwerk: Das Mauerwerk der oberen Geschosse und Giebel besteht aus weiß gestrichenem Backstein.
- Dach: Das Satteldach weist hölzerne Traufgesimse auf und ist mit neuen Ziegeln gedeckt.
Fenster und Türen
Die Fenster des Wirtschaftsgebäudes sind rundbogig gestaltet, die Türen mit Segmentbögen versehen. Auffällig sind die Details der Fenster:
- Sohlbank: Die Fenster haben eine nach außen vortretende Sohlbank.
- Backsteinprofil: Oberhalb der Rundungen betont ein gerundetes Backsteinprofil die Bogenführung.
- Eisenfenster: Die Fenster im Erdgeschoss und Obergeschoss bestehen aus dreibahnigen Eisenfenstern, die in der Bauzeit installiert wurden.
Anordnung und Funktionalität
Die Anordnung der Fenster und Türen auf der südlichen Traufseite ist asymmetrisch. Dies weist darauf hin, dass die funktionalen Gegebenheiten bei der Gestaltung des Gebäudes eine entscheidende Rolle gespielt haben.
- Dielentor: In der mittleren Position der Traufseite befindet sich ein über beide Geschosse reichendes Dielentor, das leicht versetzt eingebaut wurde.
- Fensteranordnung: Die Fensterachse zeigt keine symmetrische Ordnung, was auf praktische Überlegungen hinweist.
Der Hof Hummelsiepen ist ein bemerkenswertes Beispiel für historische Baukunst in Hagen. Sowohl das Haupthaus als auch das Wirtschaftsgebäude präsentieren sich mit einzigartigen architektonischen Merkmalen, die ihre Geschichte und Funktionalität widerspiegeln. Die asymmetrische Anordnung von Fenstern und Türen verdeutlicht die
Priorität der praktischen Nutzung über die strengen ästhetischen Normen der klassischen Architektur.
Wer mehr über die Geschichte oder Bilder des Hofes erfahren möchte, kann diese anfragen.
Grundstück insgesamt ca. 170 Quadratmeter. Hof mit Platten und großem Beet. Zugang zu Anbau mit ca. 20 Quadratmeter Nutzfläche. Zugang zum Hof vom Esszimmer. Schmale Gasse zum Nachbargrundstück mit Platten belegt (reicht für Mülltonnen) und abschließbarer Tür zur Straße.
Erdgeschoss: Deele über zwei Etagen, Zimmer, Badezimmer mit ebenerdiger Dusche (2019), Küche (2020), Esszimmer und Treppenaufgang zu Wohnzimmer (Teil des Anbaus). Wohnzimmer mit sichtbarem spitzen Holzdachstuhl. Zwei Kaminzugänge in Deele und Wohnzimmer nicht aktiv. Deele und Esszimmer mit Steinplatten aus Baujahr belegt. Küche und Esszimmer mit alten Holzdecken und sichtbarem Fachwerk. Kleiner Keller unter dem Wohnzimmer (ca. 2,5 Quadratmeter).
Erster Stock: drei Zimmer mit Holzfußboden bzw. Laminat und niedrigen Decken mit Holzbalken, davon ein Technik-/ Vorratsraum mit Gastherme (1993), und Badezimmer (90-er Jahre) mit Eckbadewanne, Dusche und WC. Ein Zimmer mit Holzbalkon zur Deele.
Dachgeschoß, ausgebaut vor ca. 20-30 Jahren: zwei Räume mit Dachschrägen und Laminatboden, ein Bad mit Dusche und WC (Waschbecken und Spiegelschrank 2019) ohne Tageslicht.
Haustür, Hoftür, Tür zur Gasse und Tür vom Anbau sowie die meisten Holzfenster wurden 2019 bis 2021 erneuert. Fenster im Erdgeschoß zur Straße mit abschließbaren Fenstergriffen.
Dach wurde 2021 neu eingedeckt. Auf der Hofseite wurde das Fachwerk im Dachgiebel mit Holzlatten verkleidet.
Frontfassade mit großem Hoftor wurde 2022 gestrichen.
Ackerbürgerhaus
Giebelständiges Ackerbürgerhaus aus Fachwerk, im Kern aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts wurde die Fassade verputzt und zeittypisch mit Schmuckelementen auf Putz versehen sowie ein Backsteinanbau als Stall angefügt. Aus dieser Zeit stammen wohl auch die Treppe vom Erdgeschoß in den ersten Stock, die Zimmertüren im Erdgeschoß und erstem Stock (teilweise mit Glaseinsätzen) und einige Innenfenster. Ein Fenster stammt wahrscheinlich aus der Bauzeit. Im ersten Stock sichtbare Zeichen der handwerklichen Nutzung.
Grundstück insgesamt ca. 170 Quadratmeter. Hof mit Platten und großem Beet. Zugang zu Anbau mit ca. 20 Quadratmeter Nutzfläche. Zugang zum Hof vom Esszimmer. Schmale Gasse zum Nachbargrundstück mit Platten belegt (reicht für Mülltonnen) und abschließbarer Tür zur Straße.
Erdgeschoss: Deele über zwei Etagen, Zimmer, Badezimmer mit ebenerdiger Dusche (2019), Küche (2020), Esszimmer und Treppenaufgang zu Wohnzimmer (Teil des Anbaus). Wohnzimmer mit sichtbarem spitzen Holzdachstuhl. Zwei Kaminzugänge in Deele und Wohnzimmer nicht aktiv. Deele und Esszimmer mit Steinplatten aus Baujahr belegt. Küche und Esszimmer mit alten Holzdecken und sichtbarem Fachwerk. Kleiner Keller unter dem Wohnzimmer (ca. 2,5 Quadratmeter).
Erster Stock: drei Zimmer mit Holzfußboden bzw. Laminat und niedrigen Decken mit Holzbalken, davon ein Technik-/ Vorratsraum mit Gastherme (1993), und Badezimmer (90-er Jahre) mit Eckbadewanne, Dusche und WC. Ein Zimmer mit Holzbalkon zur Deele.
Dachgeschoß, ausgebaut vor ca. 20-30 Jahren: zwei Räume mit Dachschrägen und Laminatboden, ein Bad mit Dusche und WC (Waschbecken und Spiegelschrank 2019) ohne Tageslicht.
Haustür, Hoftür, Tür zur Gasse und Tür vom Anbau sowie die meisten Holzfenster wurden 2019 bis 2021 erneuert. Fenster im Erdgeschoß zur Straße mit abschließbaren Fenstergriffen.
Dach wurde 2021 neu eingedeckt. Auf der Hofseite wurde das Fachwerk im Dachgiebel mit Holzlatten verkleidet.
Frontfassade mit großem Hoftor wurde 2022 gestrichen.
Kötterhaus
Das charmante Kötterhaus, ein zweigeschossiges Fachwerkhaus aus der Jahrhundertwende um 1800, besticht durch sein charakteristisches Satteldach und steht im idyllischen Kern von Hagen-Haßley in einiger Entfernung und ruhig gelegen zur Dorfstraße.
Mit einer Wohnfläche von ca. 130 m² und einem weitläufigen Grundstück von ca. 777 m² sowie zwei Garagen (nicht denkmalgeschützt) bietet diese Immobilie nicht nur viel Platz, sondern auch enormes Gestaltungspotenzial.
Das Haus erstreckt sich über zwei Etagen und verfügt über vier Schlafzimmer, ein Badezimmer sowie ein zusätzliches Gäste-WC.
Das helle Wohnzimmer verfügt über einen Kamin und wird durch eine geöffnete Fachwerkwand in zwei Bereiche geteilt.
Wohnhaus/ ehemalige Arztpraxis
Das seit 1997 wegen der baulichen Gestaltung unter Denkmalschutz stehende Wohnhaus ist rundum geschiefert und wurde um 1910 erbaut. Es liegt mitten im Zentrum von Erndtebrück, unmittelbar am bergauf führenden Kirchweg zum Oberdorf mit der evangelischen Kirche.
Die hervorragende Lage des Gebäudes auf dem 623 m² Grundstück macht es nach gründlicher Renovierung für Liebhaber denkmalgeschützter Häuser jeden Alters interessant; auch als Alterswohnsitz in ruhiger, ländlicher Gegend, da Geschäfte, Apotheke oder Arztpraxen fußläufig zu erreichen sind.
Neben einem Haupteingang mit mehrstufiger Treppe existiert ein leicht ansteigender Nebeneingang, der bei Bedarf auch behinderten- bzw. rollstuhlgerecht gestaltet werden kann. Durch die beiden getrennt liegenden Eingänge (vorn und seitlich) kann das Haus mit überschaubarem Aufwand auch für zwei separate Wohnungen (oben und unten) umgebaut werden.
Dieses "Schmuckstück" in der Ortsmitte ist leider stark sanierungsbedürftig, alle Fenster, Türen und evtl. das Dach (undichte Stellen) müssten unter anderem erneuert werden. Handwerklich begabte Liebhaber solcher Gebäude können hier mit einer gründlichen Sanierung lebenswerten Wohnraum schaffen.
Das Erdgeschoß ist komplett geräumt, das Obergeschoß mit alten Utensilien und Möbeln wird noch geräumt. Der Keller mit intakter neuerer Gasheizung steht komplett leer.
Weber-Haus in Gütersloh
Ein 2-geschossiges, 6-achsiges, giebelständiges Ackerbürger-Fachwerk-Haus mit Mitteldeele und verbrettertem Giebel, über profilierten Knaggen. Satteldach. Im 1.OG und im Giebel Sprossenfenster.
Deelentür ebenso mit Sprossenfenstern. Torbogen mit Inschrift. Geschnitzte, trompetende Engel in den Kopfbändern des Torbogens, als Besonderheit – sonst nur im Ravensberger Land zu finden.
An der Westseite 2-geschossiger, 3-achsiger Erker unter Vordach. Das Gebäude steht in einem Ensemble zu einem 1984 transluzierten Fachwerk-Deelenhaus von 1630, welches ursprünglich ca. 300m entfernt stand.
Fachwerkbauernhaus in Olsberg-Antfeld
Das seit 1991 unter Denkmalschutz stehende, mit Schieferschindeln verkleidete, dreigeschossige Hauptgebäude ist ein Fachwerkbauernhaus aus dem Jahr 1870. Es liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss derer von Papen am Ortsrand des 1975 eingemeindeten Ortsteils Antfeld der Stadt Olsberg. Die touristisch attraktive Gegend umgeben von Nationalparks und Wintersportzentren wie Winterberg lädt u.a. mit dem nahgelegenen Ruhrtalradweg und dem Rothaarsteig zu schönen Ausflügen und sportlichen Aktivitäten ein. Antfeld hat mit drei Buslinien eine ÖPNV-Verkehrsanbindung an die Stadtzentren in Olsberg und Brilon – jeweils von dort gibt es direkte Regionalbahnverbindungen in Richtung Arnsberg und Dortmund oder Kassel. Die Autobahn 46 hat eine Anschlussstelle in Olsberg. Einen Hochleistungsanschluss ans Internet gibt es in Antfeld seit 2019. 2024 wurde der Wohnort mit der leistungsstarken Glasfasertechnik versorgt, ein Hausanschluss ist leicht möglich.
Das Haus hat eine Gesamtwohnfläche von ca. 300 m² und eine klare klassische Raumaufteilung mit einem soliden Treppenaufgang, geräumigen Fluren und 14
unterschiedlich großen Räumen. 1926 wurde das Wohnhaus um ein Wohnstallhaus mit einer Scheune (ca. 250 m² Gesamtfläche) ergänzt. Um im Wohnhaus Zugänge zu diesem Anbau und den dort erstmals entstandenen Bad- und Toiletten-Räumen zu schaffen, wurden auf allen Ebenen Durchgangsflure eingerichtet. Aufgrund der jahrzehntelangen Vernachlässigung weist das denkmalgeschützte Hauptgebäude einen sanierungsbedürftigen Zustand auf. Der jüngere, nicht denkmalgeschützte Anbau ist baufällig.
Das Dach, das nach einem Brand im Jahr 1944 erneuert werden musste, wies seit Mitte 2023 undichte Stellen auf, die provisorisch repariert wurden. Das Mauerfachwerk des Hauses ist augenscheinlich intakt. Die alten Türen, Fenster und Parkett- und Dielenböden sind sehr unterschiedlich gut erhalten. Die zweiflügelige denkmalgeschützte Haupteingangstüre wird zu ihrem Schutz derzeit wenig bewegt, als Hauszugang wird vorwiegend das Tor vom Anbau benutzt. Wasser und Strom bezieht das Haus über Anschlüsse im abbruchreifen Anbau. Die – desolaten – sanitären Anlagen befinden sich auch im Anbau, ebenso dort im Keller eine marode Ölheizungsanlage. Der Dachboden ist derzeit auch nur über den Anbau erreichbar.
Als Wohnhaus eines großen Bauernhofs errichtet, barg das Hauptgebäude vormals auch die Poststelle Antfelds, wovon viele alte Fotos und noch ein einseitig sichtbares Schalterfenster in einem Raum zum Flur im Erdgeschoss zeugen. Bald nach dem zweiten Weltkrieg führte die alteingesessene Bauernfamilie im Haus auch einige Jahre eine Pension mit mehreren Gästezimmern – dies zeigt sich noch immer an der Nummerierung von neun Zimmertüren. Auch einige alte Ansichtskarten bewerben die „Pension Kraft“. Seit den 1980er Jahren wurde das Haus nur noch von dem alleinstehenden Mitglied der Bauernfamilie bewohnt. 1992 wechselte das Hausgrundstück den Besitzer und wurde an den Bewohner verpachtet. Bei der Übernahme durch die Erbinnen im Februar 2023 waren die Räume auf chaotische Weise zugestellt. Inzwischen ist das Wohnhaus vollständig aufgeräumt.
Viele weitere Informationen und Fotos unter: www.uteklissenbauer.net
Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Gelsenkirchen
Die Katholische Propstei und Kirchengemeinde St. Augustinus in Gelsenkirchen plant als Ergebnis des Pfarreientwicklungsprozesses den in Gelsenkirchen-Rotthausen befindlichen Kirchenstandort St. Mariä Himmelfahrt im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens aufzugeben. Das Eigentum am denkmalgeschützten Kirchengebäude (Beethovenstraße 11), am Gemeindeheim (Richard-Wagner Str. 3), am Pfarrhaus (Richard-Wagner Str. 5), den Mietshäusern Lisztstr. 5 und 7, der Kindertagesstätte Haydnstr. 8 mit dem ca. 7180 qm großen Grundstück stehen zur Veräußerung.
Es handelt sich um eine dreischiffige Basilika mit Querhaus und rechteckigem Chorabschluss in den Formen der Neugotik, Außenbau durch drei Türme geprägt; Ziegelsichtmauerwerk mit gliedernden Teilen in Sandstein, Satteldächer pfannengedeckt; Turmhelm des Hauptturmes beim Wiederaufbau in veränderter Form und Kupferdeckung aufgebaut; die beiden Chorflankentürme nach Abbruch der spitzen Turmhelme mit einfachen kupfergedeckten Pyramidendächern ausgeführt.
Innen: Wiederaufbau des Mittelschiffs mit flacher Leichtbetondecke und 1973 eingebauter abgehängter Holzkonstruktion als wechselseitig geneigter Faltdecke, Seitenschiffe mit flachen Holzdecken, Arkaden des Mittelschiffs zu den Seitenschiffen oberhalb der Kämpfer flach geschlossen, Fenster der Chorrückwand vermauert und wandfüllend mit Mosaiken versehen.
Die Kirche wurde im April 2021 durch Brandstiftung massiv beschädigt, daher kann das Gebäude nicht von Innen besichtigt werden. Die Schäden befinden sich in der Sakristei, über dem Chorraum und über Teilen des Mittelschiffs bis hin zum Dachstuhl.
Die Kirche steht weiterhin unter Denkmalschutz; der Denkmalwert bezieht sich lediglich auf die äußere Gestaltung des Kirchengebäudes. Mit der Unteren Denkmalbehörde Gelsenkirchen kann über ein Konzept für eine Umnutzung gesprochen werden.
Ein ausführliches Exposé inkl. der rechtlichen Rahmenbedingungen und des Verfahrensablaufs kann beim Bistum Essen über die benannte Mail-Adresse angefragt werden.
St. Norbert in Altlünen
Die denkmalgeschützte Kirche St. Norbert ist ein Beispiel für den katholischen Kirchenbau der Nachkriegsmoderne.
Städtebauliche Positionierung, architektonische Ausprägung Materialität und künstlerische Gestaltung, Glas-Betonwabenfenster, aber auch die Einbindung in den sozialen Raum, begründen einen hohen Aufwand für die Suche nach einer tragfähigen Nachnutzung.
Fachwerkhaus in Bad Salzuflen-Bexten
Zum Verkauf steht ein großes Fachwerkhaus, das um 1600 als Wirtschaftsgebäude des im 19. Jh. aufgegebenen Amtsmeiershofes Bexten erbaut wurde.
Das Fachwerkgebäude erstreckt sich auf einer Grundfläche von 20m Länge und etwa 13m Breite. Bauzeitlich als Dreiständerbau mit einer 8m breiten Diele und einem 5m breiten Seitenschiff errichtet, wurde das Gebäude in der Mitte des 19. Jh. unter Beibehalt einer Mitteldiele mit einem zweiten Seitenschiff zu einem Vierständerhaus umgebaut und zu Wohnzwecken genutzt.
Seit ca. 1990 steht das Gebäude leer und ist auf Grund der vorhandenen Schäden umfassend sanierungsbedürftig.
Das freistehende Baudenkmal befindet sich auf einem ca. 3000m großen Grundstück in schöner, waldreicher Lage im Ortsteil Bexten am südlichen Stadtrand von Bad Salzuflen.
Verkehrstechnisch ist es gut zu erreichen über die Autobahn A2 Dortmund-Hannover und die Ostwestfalenstraße Bielefeld-Lemgo.
Gasthaus Fürwiggetalsperre
Das sogenannte Wärterhaus wurde 1902 gemeinsam mit der Fürwiggetalsperre vermutlich zu Wohnzwecken, sowie als Einkehrhaus für Touristen errichtet. Das qualitätsvoll gestaltete Gebäude befindet sich in reizvoller Einzellage am unmittelbaren Nordufer der Talsperre, in direkter Nähe zur Staumauer. Das Wärterhaus ist über die Landesstraße 694 gut erreichbar und besitzt einen eigenen Parkplatz.
Das Bruchsteingebäude besteht aus Grauwackeschiefer mit weißen Fugen und besitzt ein markantes Krüppelwalmdach sowie geschnitzte Sparrenköpfe am weit überkragenden Dach.
In den 1950er Jahren wurde die ursprünglich offene Terrasse zum See geschlossen und in einen Saal mit großzügigen Panoramafenstern umgestaltet. Von hier aus hat man einen unverstellten Blick auf den See. Ebenfalls in den 1950er Jahren wurde zur Straße ein Eingangsanbau mit Treppenzugang ergänzt.
Das Gebäude wurde bis 1999 als Gastronomie betrieben. Es besitzt einen Schankraum, zwei separate Gaststuben (ca. 40 und ca. 80 Plätze), sowie die Möglichkeit einer Außengastronomie mit 20 Sitzplätzen.
Seit 15 Jahren besteht keine Nutzung mehr in dem Gebäude, daher sind einige Instandsetzungsmaßnahmen sowohl am Gebäude als auch an den haustechnischen Anlagen durchzuführen. Es besteht kein Anschluss an die öffentliche Abwasserentsorgung, die vorhandene Kläranlage sollte erneuert werden.
Das Wärterhaus befindet sich innerhalb der Wasserschutzzone 1 der Fürwiggetalsperre. In der Wasserschutzgebietsverordnung ist eine Gaststättennutzung für das Wärterhaus ausdrücklich zugelassen, eine alternative Nutzungsmöglichkeit ist für das Gebäude nicht möglich.
Das Gebäude steht seit 2012 gemeinsam mit der Talsperre unter Denkmalschutz.
Ein auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegendes Nebengebäude mit vier Garagen kann mit übernommen werden. Dieses Gebäude steht aber nicht unter Denkmalschutz.