Schloss Schieder
Schloss Schieder wurde zwischen 1704 und 1708 errichtet. Das Schloss war, nachdem die Linie der zur Lippe-Brake mit Rudolf erloschen war, Sommerresidenz für die Fürsten zur Lippe. Heute wird es als Veranstaltungsort genutzt und der Bezirksdienst der Polizei Schieder hat dort ein Büro.
Barockgarten
Beim Bau des Schlosses wurde südlich ein barocker Garten angelegt. Vom Schloss gelangt man heute über eine Treppe in den Teil des Gartens, der durch Rasenflächen, einem Springbrunnen sowie symmetrisch entlang der Mittelachse angeordnete Heckenreihen geprägt ist. Der Bereich ist von einer weiteren Hecke umschlossen. Über eine Brücke, die den quer zur Schlossachse verlaufenden Wassergraben überquert, erreicht man die Terrassenanlagen, die in den südlichen Hangbereich eingebettet sind. Eine Kaskade erstreckt sich über die drei Terrassenebenen und mündet in den durch Natursteinmauern gefassten Graben. Auf den Terrassen befinden sich heute regelmäßig gegliederte Rasenflächen, welche im 18. Jahrhundert vermutlich aufwendig durch Blumenschmuck gestaltet waren. Der barocke Kernbereich des Gartens mit seinen beeindruckenden Terrassenanlagen wurde im Rahmen des Projektes „Neue alte Gärten“ 2008/09 in Anlehnung an die Gestaltung des 18. Jahrhunderts rekonstruiert, wofür Teile der späteren Bepflanzung aus dem 19. Jahrhundert entfernt wurden.
Prinzenhaus und Prinzenwiese
Das sogenannte Prinzenhaus wurde 1843 als Teehaus für die fürstliche Familie im landschaftlichen Teil des Parks erbaut. Typische Elemente des Schweizerhausstils zeichnen das Bauwerk aus. Es hat ein flach geneigtes Dach und wird von aufwendigen Holzschnitzereien geziert. Der Gartenbereich mit der Prinzenwiese wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt und besteht aus sanft modellierten Rasenflächen, malerischen Gehölzgruppen und gezielt angelegten Sichtachsen, die das Prinzenhaus von verschiedenen Punkten im Park inszenieren. Die jüngst beendete Restaurierung und Instandsetzung der Gartenarchitektur hat dazu beigetragen, dass das historische Erscheinungsbild dieses romantischen Gebäudes wieder erlebbar ist.
Lindenallee
Die Lindenallee stellt eine Fortsetzung der Mittelachse des Barockgartens in Richtung Norden dar und wurde angelegt, um eine Sichtbeziehung vom Schloss zu den landwirtschaftlichen Flächen im heutigen Siekholz herzustellen und so den Park mit der umliegenden Landschaft zu verbinden. Die historische Allee stellt einen wichtigen Teil der Anlage dar, ist aber innerhalb des Parkgeländes fragmentiert. Dies liegt unter anderem an einem Orkan, der die Allee 1951 stark beschädigt hat.
Butterborn
Der Butterborn ist ein kleiner Quelltümpel im Schlosspark Schieder, der vermutlich durch das aus dem Hang austretende Wasser entstanden ist. Anders als die übrigen Teiche im Park, die vom Schweibach gespeist werden, handelt es sich beim Butterborn um ein in sich geschlossenes, eigenständiges Gewässer. 1882, im Zuge der zweiten Parkerweiterung, erhielt er seine Einfassung aus Sandstein. Angeblich diente er zur Kühlung der Butter der fürstlichen Familie und hat daher seinen Namen.
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