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Der Kuhmturm in Borken

Die Stadttürme in Borken

Denkmal des Monats
August 2026

Stumme Zeitzeugen erzählen Stadtgeschichte

Seit 2025 saniert und modernisiert die Stadt Borken ihre fünf erhaltenen mittelalterlichen Stadttürme. Anlass dafür ist das 800-jährige Jubiläum der Stadt im Jahr 2026. Die Türme und Mauerfragmente der einst mächtigen Stadtmauer zeugen von der damaligen Wehrhaftigkeit Borkens. Sie sind die historischen Wahrzeichen der Stadt und als bauliche Zeugnisse von regionalgeschichtlicher Bedeutung für das Münsterland. Der LWL würdigt die Türme als Denkmal des Monats August.

Zur Baugeschichte

Der Bau der Stadtbefestigung Borkens begann Ende des 14. Jahrhunderts. Von den ehemals acht Rundtürmen sind heute noch fünf erhalten: der Diebesturm, der Kuhmturm, der Wedemhoveturm, der Windmühlenturm und der Holkensturm. Sie markieren den Verlauf der ehemaligen Stadtmauer. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden die gegen Kriegsende bombardierten Türme nach den damaligen Maßstäben instandgesetzt. Dabei verlor der Holkensturm seine prächtige gotische Dachkonstruktion in Form eines Kreuzdachs mit vier Giebeln. Zeitgleich wurde der Diebesturm umfangreich wieder aufgebaut.

Zur Baugeschichte

Der Bau der Stadtbefestigung Borkens begann Ende des 14. Jahrhunderts. Von den ehemals acht Rundtürmen sind heute noch fünf erhalten: der Diebesturm, der Kuhmturm, der Wedemhoveturm, der Windmühlenturm und der Holkensturm. Sie markieren den Verlauf der ehemaligen Stadtmauer. In den 1970er- und 1980er-Jahren wurden die gegen Kriegsende bombardierten Türme nach den damaligen Maßstäben instandgesetzt. Dabei verlor der Holkensturm seine prächtige gotische Dachkonstruktion in Form eines Kreuzdachs mit vier Giebeln. Zeitgleich wurde der Diebesturm umfangreich wieder aufgebaut.

Unterschiedliche Gestalt der Türme

Die Stadttürme unterscheiden sich in ihrer äußeren Gestalt und weisen unterschiedliche Breiten, Höhen, Dachabschlüsse und Anbauten auf. Prägnant ist die einheitliche Materialität ihres Außenmauerwerks aus rotem Backstein. Bei näherer Betrachtung ist ein charakteristisches Rautenmuster aus blau gebrannten und glasierten Ziegelsteinen zu erkennen. Eine vergleichbare Fassadengestaltung findet sich beispielsweise an der profanierten Heilig-Geist-Kirche in Borken. Sie wurde wie die Türme Ende des 14. Jahrhunderts errichtet. Der Holkensturm nimmt eine Sonderstellung ein. Im späten 19. Jahrhundert erhielt der Turm infolge eines rückwärtigen Wohnanbaus ein Eingangsportal in der Formensprache des Historismus.

Erhalt durch differenzierte Umnutzung

Der Windmühlenturm mit dem Drahtgestell als Vermittlungselement

Für die Neugestaltung der Stadttürme wurden unterschiedliche Nutzungs- und Umnutzungskonzepte realisiert. Der Windmühlenturm befindet sich in Privatbesitz. Um die Historie des Turms dennoch vermitteln zu können, ließ die Stadt Borken ein barrierefrei zugängliches Drahtgestell mit Informationselementen errichten.

Im Erdgeschoss des Kuhmturms erklärt heute eine ohne Eingriffe in die Bausubstanz installierte Hörstation auf Abfrage die Stadtgeschichte.

Der Diebesturm heute

Am Diebesturm konzentrierten sich die Arbeiten auf brandschutztechnische Ertüchtigungen. Um die seit 1990 bestehende Nutzung als Trauzimmer fortführen zu können, mussten zwei Fenster als Fluchtweg geringfügig verbreitert werden.

Der Holkensturm heute

Die Sanierungsmaßnahmen am Holkensturm umfassten minimalinvasive Eingriffe in die Bausubstanz. Die Räumlichkeiten wurden im Hinblick auf ihre Umnutzung als Veranstaltungsort für Ausstellungen und Lesungen nach einem Inneneinrichtungskonzept modernisiert.

Die Maßnahmen am Wedemhoveturm stehen noch bevor

Der Wedemhoveturm wird derzeit mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen saniert. Seit den 1980er-Jahren ist dieser Turm das Begegnungszentrum des Natur- und Vogelschutzvereins und ermöglicht dem Verein die Falkensichtung im Frühjahr, die als lokales Highlight gilt.

Vorher – Nachher

Der Kuhmturm 1902

Der Kuhmturm noch ohne Helm 1902

Der Diebesturm 1902

Der Diebesturm mit Fragmenten der Stadtmauer 1902

Der Holkensturm 1902

Der Holkensturm mit gotischem Turmabschluss 1902

Der Wedemhoveturm mit seinem Treppenturm 1928

Der Wedemhoveturm mit seinem Treppenturm 1928

Würdigung

Die Sanierung der Stadttürme ist wesentlicher Bestandteil der Maßnahmen zur Verschönerung des Stadtbildes anlässlich des 800-jährigen Jubiläums der Stadt Borken. Diese Wahrzeichen der Turmstadt Borken sollen dazu beitragen, die Historie für die Öffentlichkeit erlebbar zu machen. Im Fokus lagen die Erhaltung denkmalwerter Bausubstanz und die Umsetzung denkmalverträglicher Nutzungskonzepte.

Autorin

Raphaela-Maria Wegers
Praktische Denkmalpflege

raphaela.wegers@lwl.org

Tel: 0251 591-4066

Porträt